a- A A+
Anmelden

Anmelden


Startseite

Handlungsleitfaden

Die folgenden Handlungsleitfäden entstanden aus den gesetzlichen Vorgaben und den Erfahrungen der Praxis. Sie sollen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Sie sind kein Ersatz für Beratung durch Fachexperten. Wir erheben keinen Anspuch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.

Denken Sie daran: Jeder Fall von Kindeswohlgefährdung ist anders gelagert und braucht eine spezifische Vorgehensweise. Selbst wenn sich Fälle ähneln, kann die eine Kita bereits die Kindeswohlgefährdung beim ersten Elterngespräch erfolgreich bearbeiten, während die andere Kita diesen Fall an das Jugendamt weiterleiten muss.

Bei Kindeswohlgefährdung gibt es kein Patentrezept.

Verbindlich ist für Sie die Trägervereinbarung zum §8a SGB VIII zwischen dem örtlichen Jugendamt und dem freien Träger bzw. die Dienstvereinbarung zum §8a SGB VIII für kommunale Träger. Erkundigen Sie sich in Ihrer Einrichtung nach dieser Vereinbarung!

 


Exemplarischer Handlungsleitfaden bei latenter Kindeswohlgefährdung:

  • Wahrnehmen von Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung
  • Dokumention dieser Anhaltspunkte
  • Möglichkeit zur Rücksprache mit den Eltern
  • Austausch mit Kolleginnen und Kollegen
  • Kita-Leitung in Kenntnis setzen
  • Möglichkeit zum Elterngespräch
  • Teamgespräch (z.B. als Kollegiale Fallberatung)
  • Möglichkeit zum Elterngespräch
  • Gefährdungseinschätzung mit der "insoweit erfahrenen Fachkraft"
  • Elterngespräch mit Unterstützungsangeboten
  • Meldung an das Jugendamt

Exemplarischer Handlungsleitfaden bei akuter Kindeswohlgefährdung:

  • Wahrnehmen von Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung
  • Dokumention dieser Anhaltspunkte
  • Möglichkeit zur Rücksprache mit den Eltern
  • Kita-Leitung in Kenntnis setzen
  • weitere Handlungsmöglichkeiten:
    • Gefährdungseinschätzung mit der "insoweit erfahrenen Fachkraft" (telefonisch)
    • Notarzt bei Verletzungen / Information an Eltern
    • Meldung an das Jugendamt / Information an Eltern

Beispiele für akute Kindeswohlgefährdung (Notfall)

  • Kind hat gravierende Verletzungen
  • Anhaltspunkte häufen sich
  • Eltern wirken bei offensichtlicher Gefährdung nicht mit
  • Kind will nicht nach Hause, hat Angst
  • Kind bleibt unentschuldigt der Einrichtung fern und Sie erreichen die Eltern nicht

Handlungsmöglichkeiten bei akuter Kindeswohlgefährdung (Notfall)

  • Notarzt     
  • kurzfristige Beratung mit der "insoweit erfahrenen Fachkraft"
  • anonyme Beratung mit dem Jugendamt
  • kurzfristiges Elterngespräch
  • Meldung an das Jugendamt

Weitere Hinweise und Datenschutz

  • Keine Handlung im Alleingang!!!
  • Überlegen Sie immer genau:
    • Was will ich erreichen?
    • Was werde ich durch vorgeschlagene Maßnahme erreichen?
  • Datenschutzpunkte:
    • Geben Sie genau die Informationen weiter, die zur weiteren Bearbeitung des Falls notwendig sind. 
    • Keine Auskünfte an Dritte!
    • Gespräche unter Kollegen vertraulich führen!
    • In der Beratung mit der insoweit erfahrenen Fachkraft dürfen Sie die Namen des Kindes und der Familie nicht  offenlegen!
    • Bei Anwesenheit von Personen, die nicht in der Einrichtung arbeiten, werden
      die Namen der betreffenden Familie anonymisiert. Alle Inhalte der Beratung
      bleiben „im Raum“, d.h. werden nicht weitererzählt. Ist es zur Bearbeitung
      des Falls sinnvoll, der „insoweit erfahrenen Fachkraft“ die Daten der Familie
      bekannt zu geben, benötigen Sie dafür die Zustimmung der Eltern. Bitten
      Sie in diesem Fall die Eltern um die schriftliche Entbindung von der Schweigepflicht.

{jd_file file==71}


Downloads

Die folgenden Downloads stehen nur registrierten Personen zur Verfügung. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie sich registrieren möchten.

 {jd_file category==16 count==0}