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Gesetze

Rechtliche Regelungen zum Thema "Kinderschutz" finden Sie wie folgt:


Wichtige rechtliche Regelungen

§7 Abs. 3 SächsKitaG
Werden an einem Kind Anzeichen von Misshandlung oder grober Vernachlässigung wahrgenommen, hat die Leitung der Einrichtung oder die Kindertagespflegeperson den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe umgehend in Kenntnis zu setzen.

§8a SGB VIII
(1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte einzuschätzen. Soweit der wirksame Schutz dieses Kindes oder dieses Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird, hat das Jugendamt die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder den Jugendlichen in die Gefährdungseinschätzung einzubeziehen und, sofern dies nach fachlicher Einschätzung erforderlich ist, sich dabei einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind und von seiner persönlichen Umgebung zu verschaffen. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Erziehungsberechtigten anzubieten.

(4) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass:

1. deren Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von ihnen betreuten Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen,
2. bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend hinzugezogen wird sowie
3. die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche in die Gefährdungseinschätzung einbezogen werden, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

In die Vereinbarung ist neben den Kriterien für die Qualifikation der beratend hinzuzuziehenden insoweit erfahrenen Fachkraft insbesondere die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte der Träger bei den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die Gefährdung nicht anders abgewendet werden kann.

§8b Abs. 1 SGB VIII
(1) Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern oder Jugendlichen stehen, haben bei der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung im Einzelfall gegenüber dem örtlichen Träger der Jugendhilfe Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft.


Wichtige Datenschutzpunkte

§203 StGB Verletzung von Privatgeheimnissen

§65 SGB VIII Besonderer Vertrauensschutz in der persönlichen und erzieherischen Hilfe

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Sie zum Schutz der Kinder und Eltern zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung dürfen Sie innerhalb der Einrichtung unter Kolleginnen und Kollegen offen beraten. Es ist jedoch darauf zu achten, dass keine personenbezogenen Informationen anderen Eltern oder Kindern bekannt werden.

Bei der Beratung mit Personen, die nicht in der Einrichtung arbeiten (z.B. insoweit erfahrene Fachkraft), werden die Namen der betreffenden Familie anonymisiert. Alle Inhalte der Beratung bleiben „im Raum“, d.h. werden nicht weitererzählt. Ist es zur Bearbeitung des Falls sinnvoll, der insoweit erfahrenen Fachkraft die Daten der Familie bekannt zu geben, benötigen Sie dafür die Zustimmung der Eltern. Bitten Sie in diesem Fall die Eltern um die schriftliche Entbindung von der Schweigepflicht. 

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